Was ist Demenz

Viele Besucher fragen uns nach dem Unterschied zwischen Demenz und Alzheimer.

Demenz ist der Oberbegriff für Erkrankungsbilder, die mit einem Verlust der geistigen Funktionen wie Denken, Erinnern, Orientierung und Verknüpfen von Denkinhalten einhergehen und die dazu führen, dass alltägliche Aktivitäten nicht mehr eigenständig durchgeführt werden können. Dazu zählen die Alzheimer-Demenz, die Vaskuläre Demenz, Morbus Pick, Frontotemporale Demenz und weitere Demenzformen.

Der Begriff Demenz ist international im ICD 10 (Internationale Klassifikation der Krankheiten, 10. Revision) einheitlich definiert.

Alzheimer-Demenz
Die häufigste Form der Demenzerkrankungen ist die Alzheimer-Demenz („der Alzheimer“). Rund 60 % aller Demenzen werden durch eine Alzheimer-Demenz hervorgerufen. Bei dieser Krankheit gehen in bestimmten Bereichen des Gehirns durch Störungen des Gleichgewichts des Botenstoffs Glutamat Nervenzellen zugrunde. Man spricht auch von einer neurodegenerativen Demenz. Bei der Behandlung der Alzheimer-Demenz ist es wichtig, die Störungen im Bereich der Botenstoffe durch Gabe von Antidementiva (z.B. Memantine) positiv zu beeinflussen.

 

Vergesslichkeit, die den Alltag beeinträchtigt

31. Mai 2016

Menschen mit beginnender Demenz haben Mühe mit dem Kurzzeitgedächtnis. Sie können sich zum Beispiel nicht an eine Abmachung erinnern, die sie am Vortag getroffen haben. Oder sie verlegen Dinge. Es kann sein, dass sie die Vergesslichkeit kaschieren oder falsche Anschuldigungen machen, weil die Veränderungen Angst machen und sie sich diese nicht erklären können. «Nicht ich habe die goldene Uhr verlegt, es muss sie jemand genommen haben.» Übertriebenes Misstrauen und wahnhafte Vorstellungen sind ebenfalls mögliche Anzeichen für eine beginnende Demenzerkrankung.

Schwierigkeiten, zu planen und Probleme zu lösen

31. Mai 2016

Menschen mit Alzheimer oder einer anderen Form von Demenz haben zunehmend Schwierigkeiten mit der Organisation und Planung. Selbst die Zubereitung einer Mahlzeit (einkaufen, kochen, servieren) oder die Vorbereitung eines Ausflugs (Fahrplan lesen, Tickets organisieren usw.) fällt ihnen schwer. Treten Probleme auf, sind diese ungewohnt schwierig zu lösen. «Ich habe meine Kreditkarte verloren. Was muss ich tun?» Betroffene werden unsicher und trauen sich immer weniger zu.

Schwierigkeiten bei alltäglichen, vertrauten Abläufen

1. Juni 2016

Betroffene können zum Beispiel Mühe haben mit der Fernbedienung des Fernsehers, obwohl sie täglich damit hantiert haben und daran gewohnt sind. Das Gleiche kann mit der Waschmaschine passieren, dem Computer oder dem Billet-Automaten. Oder sie machen die Einzahlungen nicht mehr regelmässig und pünktlich, weil der Vorgang zu schwierig geworden ist. Vertraute Aufgaben brauchen mehr Zeit, es passieren häufiger Fehler. Das sind typische Demenz-Anzeichen.

Probleme mit der Sprache

1. Juni 2016

Wortfindungsstörungen und Mühe, sich auszudrücken, sind typische Symptome einer beginnenden Alzheimererkrankung oder einer anderen Form von Demenz. Geläufige Wörter kommen einem nicht mehr in den Sinn, oder ein angefangener Satz lässt sich nicht beenden. Die betroffenen Personen können nicht sagen, was sie möchten und brechen einen Satz oder eine Erzählung mittendrin ab. In der Folge werden sie wortkarger und gehen einem Gespräch eher aus dem Weg.

Orientierungsschwierigkeiten

1. Juni 2016

Die Fähigkeit, sich zu orientieren, lässt nach. So kann es sein, dass betroffene Personen den Weg zu einer bestimmten Adresse nicht mehr finden, obwohl sie sich im Ort gut auskennen. Am ehesten zeigen sich Orientierungsschwierigkeiten beim Autofahren und in einer neuen Umgebung, z.B. in den Ferien. Probleme bereitet auch die zeitliche Orientierung. «Welcher Wochentag ist heute? War ich gestern in der Stadt oder vor drei Tagen?»

Veränderungen der Persönlichkeit und unangemessenes Verhalten

1. Juni 2016

Es ist normal, dass sich mit dem Alter und der zunehmenden Lebenserfahrung auch die Persönlichkeit entwickelt und verändert. Bei Demenz treten solche Veränderungen aber besonders ausgeprägt auf. Betroffene Personen sind z. B. übertrieben ängstlich, reizbar oder misstrauisch. Die Erkenntnis, die Kontrolle über sein Leben zu verlieren, ist ein Grund für diese Veränderungen. Es kann auch sein, dass die Betroffenen sich sehr ungewöhnlich oder unpassend verhalten. Wenn z.B. der Grossvater dem Enkel statt der gewohnten Tafel Schokolade, eine Hunderternote in die Hand drückt.

Fehlender Antrieb und sozialer Rückzug

1. Juni 2016

Die geliebte Gartenarbeit wird nicht mehr erledigt, der Jass-Abend wird abgesagt und der Spaziergang mit dem Hund fällt immer öfter aus. Die Schwierigkeiten im Alltag führen dazu, dass die von Alzheimer oder einer anderen Form von Demenz Betroffenen kein Interesse mehr aufbringen können. Indem sie zu Hause bleiben, vermeiden sie es, mit den eigenen Schwierigkeiten konfrontiert zu werden und sich vor anderen eine